Qi Gong Yangsheng

„Qigong Yangsheng ist Kunst und Wissenschaft zugleich.
Qigong Yangsheng ist ein Dialog mit der Lebenskraft.“

Jiao Gurui

„Qi“ bedeutet in etwa „Lebenskraft“,  „Gong“ kann als „andauerndes Üben“ übersetzt werden. Qi Gong ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Übungsformen der Lebenskraft, die sich in China entwickelt haben. Qi Gong -Übungen umfassen Körperbewegungen, Atem, Konzentration und Imagination.

Die Übungen können körperliche, seelische und geistige Funktionen regulieren und stärken.

„Yangsheng“ bedeutet „Pflege des Lebens“ oder „Pflege der Lebenskraft“. Es geht bei den Übungen um eine Kultivierung des Lebens in allen Bereichen – körperlich, seelisch und geistig.

Die Anwendung von Qi Gong-Übungen reicht von Gesundheitsförderung über Rehabilitation zu Stressreduktion bis zur Schulung von Wahrnehmung und Konzentration und künstlerischen Betätigungen.  

Die Übungen können den individuellen Bedingungen angepasst und entsprechend ausgewählt werden. Daher können Qigong-Übungen unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden. 

Das Lehrsystem des Qigong Yangsheng von Prof. Jiao Guorui (1923-1997,  Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) an der Akademie für TCM in Beijing) ist ein umfassendes System aus Theorie und Übungsmethoden zur Kultivierung des Lebens – yangsheng. Betont werden die gesundheitsfördernden Wirkungen, aber auch der kulturelle Bezug.

Kurse

Qigong und die Kunst des achtsamen Nicht-Tuns

3.10.2014, 19.30 – 5.10.2014, 12.30

Bildungshaus St.Virgil, Salzburg, Kursbeitrag 150,–
Anmeldung: anmeldung@virgil.at

Übungen im Sitzen, Gehen, Stehen und Liegen
Bitte bequeme Kleidung mitbringen.
   
"Wenn du auf dem Wasser reisen willst, ist ein Boot dafür geeignet, weil ein Boot sich auf dem Wasser in geeigneter Weise bewegt. Wenn du aber an Land gehst, kommst du damit nicht weiter, wirst nur Ärger haben, nichts erreichen und nur dir selbst Schaden zufügen."
Zhuang Zi

Nicht-Tun ist nicht Nichts-Tun, sondern die Fähigkeit, in Übereinstimmung mit der inneren und äußeren Situation zu handeln, ohne Reibungsverluste sozusagen. Das macht auch das Geheimnis der Wirkung des Qigong, der "Übung der Lebenskraft" aus: die Verbindung von Bewegung und Ruhe, aus der man lernt, achtsam und ohne Kraftanstrengung dem natürlichen Rhythmus zu folgen. Das nannten die alten chinesischen Meister Nicht-Tun. Übungen aus der Qigong-Reihe der "Acht Brokate" und andere Achtsamkeitsübungen können helfen, diesen Rhythmus zu finden und in Beziehung mit den eigenen inneren Quellen zu treten, der Quelle des Nicht-Tuns.